| Die Segmentdrehscheibe | |
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Eine Segmentdrehscheibe wurde beim großen Vorbild überall dort eingesetzt, wo Platznot herrschte. Die Platzersparnis ist merklich. Bei zwei Gleisen z.B. benötigt man eine Weiche und den nötigen Auslauf, sodass die Lok die Weiche komplett passieren kann, also braucht man: Weiche+Loklänge+Auslauf+Prellbock = ca. 15 cm mehr als meine Segmentdrehscheibe! Setzt man sie für drei, vier oder noch mehr Gleise ein, potenziert sich dieser Wert. Da ich in meinem Fall diese 15 cm nicht hatte, stand ich vor der Wahl: Entweder gekürzte Züge, oder Weichenstrasse im rechten Winkel (Märklin-mäßig). Beides kam für mich nicht wirklich in Frage. Da die Industrie (noch) keine Befriedigende Lösung anbot, blieb mir nur der Selbstbau.
Die (recht einfachen) Schritte erkläre ich im folgenden:
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Grundlage für meinen Umbau ist die Fleischmann Handdrehscheibe. Schon aus Kostengründen ist sie ideal, weil sie relativ leicht, gebraucht, zu bekommen ist
Auf diesem Bild ist sehr gut die Justierung zu erkennen. Auf der linken Seite wird das Rad gegen die Passgenau ausgefeilte Seitenwand gedrückt. Auf der rechten Seite übernimmt diesen Part eine Minitrix Gleisschraube. |
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| Auf dieser Seite sind die meisten Umbauten erforderlich.
Während die beiden Auffahrten Original von Fleischmann übernommen wurden, wurde
die Drehscheibe um ein viertel auf der
Gegenseite Gekürzt. Dies wurde vor allem aus Optischen Gründen gemacht, um der Segmentdrehscheibe ein eigenständiges
Aussehen zu geben. Dementsprechend wurden die Gleisstutzen und die Abdeckplatten mit der Feile angepasst. Wichtig ist hierbei
auch, das bei dem Bühnenende auf der gekürzten Seite links und rechts am Lauf ein größerer Radius angefeilt wird, damit
ein freier Lauf gewährleistet wird.
Oben ist noch die Antriebsstange zu erkennen. Der Antrieb wird gleich noch ausführlicher Beschrieben. |
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| Auf dieser Totale ist der eigenständige Auftritt der Segmentdrehbühne gut zu erkennen. Anhand des Drehpunktes kann man gut erkennen, wie die Bühne gekürzt wurde. | |
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| Die Grundform der Bühne ergab sich aus den beiden Ruhestellungen der Bühne. Parallel dazu wurde die Drehscheibe zerschnitten. Die seitliche Wandung wurde aus eine Brawa Betonplatte geschnitten. Hier musste nicht mal die Farbe nachbehandelt werden! ;o) | |
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| Der Antrieb stellte zuerst das größte Problem dar. Da
es sich bei der Fleischmann-Drehscheibe bekanntlich um eine Handdrehscheibe handelt, ist diese nur ca. 5mm hoch. Das ist zwar
hervorragend für den optischen Gesamteindruck, jedoch sehr knapp für einen Antrieb. Nach längerer Suche stieß ich auf den
Fulgurex Weichenantrieb. Da ich nur eine einfache "hin und her" - Bewegung wollte, war er ideal.
Mein erste Versuch mit einem Umlenkhebel schlug fehl, da der Hebelarm der Bühne einfach zu ungünstig war. Also kam der Antrieb auf gleiche Höhe wie die Drehscheibe. Ein einfacher Hebel verschiebt nun die Bühne. Wichtig ist hierbei darauf zu achten, das der Stellweg etwas größer Berechnet wird, als tatsächlich benötigt. So wird die Bühne immer unter Zwang in die Endstellung gedrückt und ein sicherer Zugverkehr ist möglich. Angesteuert wird der Antrieb bei mir im Übrigen über einen alten "Angangspackungstrafo"! Damit kann man eine wunderbar, vorbildlich langsame Bewegung erzielen! Und nun wünsche ich noch viel Spaß beim Nachbau und noch mehr Spaß beim rangieren!!! |
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