| Beschreibung meiner aktuellen Anlage |
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Einfach nur Kreise.... Eine zuverlässige Spur-N Anlage soll es werden. Fahrspass möglichst ohne Ärger durch entgleisende oder auflaufende Züge. Ferner sollen diese Züge schön lang sein. Zehn bis elf Schnellzugwagen, bis zu dreißig Güterwagen und das alles bespannt mit den korrekten Lokomotiven. Das war meine Vorgabe. Aber wie umsetzen? Nehmen wir z. B. den Orient-Express der Firma Minitrix. Dieser soll bei mir mit mindestens neun Wagen laufen. Die passenden Lokomotiven wie etwa die preussische S10 zieht diesen Zug zwar in der Ebene, aber bei der geringsten Steigung "hebt" der angetriebene Tender einfach ab und der Zug steht. Die nächste Schwachstelle ist der Schattenbahnhof. Hundert mal schalten die Weichen. Aber wehe man führt einem Besucher die Anlage vor! In der Rege endet das in einer erniedrigenden Krabbelei unterhalb der Anlage. Möchte man also eine zuverlässige Anlage bauen, sollte man also auf Steigungen und Schattenbahnhöfe verzichten. Jetzt kommt aber der nächste Wunsch: Man möchte möglichst viel Züge auf einem Gleis fahren lassen, damit nicht immer nur ein langweiliger Zug seine Runden dreht. Ich brauchte fast ein Jahr, bevor ich (für mich) das Ei des Kolumbus knackte.
Wenn die Bahn neue Lokomotiven benötigt, werden Lastenhefte erstellt. Hier wird festgelegt was die neuen Lokomotiven können müssen und welche Einschränkungen zu beachten sind. Also schrieb ich einfach mal auf, welche Bedingungen meine Anlage erfüllen MUß! So sah dann meine "Wunschliste" aus:
Maximale Entgleisungssicherheit Einsatzmöglichkeiten ALLER Lokomotiven (Baujahre von 1970 bis Heute) Einsatz von mindestens 40 Zuggarnituren Originalgetreue Bespannung der Züge Besuchern die "Hubschrauberperspektive" nehmen Langsame, elegante Geschwindigkeit LAAAAAAANGE Züge Kein "kriechen" unter der Anlage zu entgleisten Zügen
Das waren meine Wünsche, doch wie realisieren? Mein Fazit für mich: VEREINFACHUNG! Und so habe ich die Probleme für mich gelöst:
Maximale Entgleisungssicherheit = Keine Weichen im Schattenbereich und KEINE STEIGUNG! Mindestradius ist der R3 von Minitrix. Mein Schattenbahnhof hat keine Weichen! Wie beim Vorbild besteht mein Schattenbahnhof nur aus Blockstellen. Diese werden einfach mit Reedkontakten und Relaise gesteuert. In meinem ersten fertig gestellten Doppelkreis kommen pro Gleis 8 Züge unter. Somit fahren schon im ersten Bauabschnitt 16 Züge! Und das seit Fertigstellung (Mai 2010) UNFALLFREI!!!
Einsatzmöglichkeiten ALLER Lokomotiven (Baujahre vom 1970 bis Heute) = Aufgrund der extrem unterschiedlichen Geschwindigkeiten bei Lokomotiven, die über einen so langen Zeitraum produziert wurden, gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Die erst wäre die Möglichkeit der Digitalisierung. Bei meinem Fuhrpark ein für mich viel zu aufwändiges Unterfangen. Sowohl in finanzieller Hinsicht, als auch mit Blick auf den Arbeitsaufwand. Die zweite Möglichkeit sind möglichst viele Stromkreise. Aus diesem Grund habe ich mich bei meiner Anlage nicht auf das Standartthema "Hauptstrecke mit Nebenbahn" gestürzt. Ich entschied mich für drei zweigleisige Strecken. Somit habe ich 6 Stromkreise zur Verfügung. Hinzu kommt noch der mehrfache Einsatz von Conrad Pendelzugsteuerungen.
Einsatz von mindestens 40 Zuggarnituren = Hier gilt das gleiche, wie im vorherigen Punkt. So ist meine aktuelle Planung: 1. Doppelkreis: Kurzzüge / Nebenbahn / Triebwagen = 16 Züge 2. Doppelkreis: Schnellzüge bis 9 Wagen = 14 Züge 3. Doppelkreis: Superzüge / bis 11 Personenwagen / bis 25 Erzwagen = 12 Züge 1 Pendelzug im BW 1 Pendelzug zum Bergwerk 1 Pendelzug Reichspost So komme ich auf den Einsatz von insgesamt 45 Zügen.
Originalgetreue Bespannung der Züge = Keine Steigungen, keine engen Radien, schlanke Weichen von Shinohara, Roco, Atlas
Besuchern die "Hubschrauberperspektive" nehmen = Die Anlagenhöhe wurde von 95cm auf 122 cm erhöht.
Langsame, elegante Geschwindigkeit = Ideale Zusammenstellung ähnlich schnell fahrender Züge durch 6 Stromkreise möglich.
LAAAAAAANGE Züge = Keine Steigungen, keine engen Radien, kein Bahnhof für extralange Züge
Kein "Kriechen" zu entgleisten Zügen = Die Anlage ist von der Wand IN den Raum gerückt. Somit kann das "U" bis auf eine Flanke komplett umlaufen werden.
Soweit die Theorie. Wie ich das umsetze werde ich hier auf meiner Homepage weiter dokumentieren.
Auf diesem Bild sieht man alle sechs Strecken. Von links nach rechts: Das erste und zweite Gleis gehören zu den Fahrgleisen für Schnellzuggarnituren, z. B. Rheingold. Das mittlere Gleis neben der 52 ist ein Abstellgleis. Es folgen die nächsten zwei Gleise links und rechts des Bahnsteiges. Hier fahren Kurzzüge und Triebwagen. das folgende Gleis mit Dreierweiche ist die BW Zufahrt. Über die Brücke schließlich fahren die XXL-Züge. Diese umfahren den Bahnhof, da deren Länge die Platzmöglichkeiten sprengen würden.
NEIN!!! Geiz ist NICHT GEIL!!! Geiz ist Schei.......!!!!!!! Meine erste Bahnhofseinfahrt baute ich mit Minitrix- und Fleischmannweichen, weil ich diese im Überfluß hatte und mir für das Geld, welches mich gutes Gleismaterial gekostet hätte, lieber noch mehr Züge gekauft habe. Peco Gleise kamen für mich aus zwei Gründen nicht in Frage: 1. Ich möchte nicht Maschinenbau studieren müssen, um diese Weichen anzutreiben! 2. (Und das ist der Hauptgrund) Ich fahre auch viele alte Lokomotiven. Bei diesen ragen oft die Zahnräder des Antriebs unter dem Fahrzeug aus dem Boden. Bei der niedrigen Schienenhöhe der Code 55 Gleise in Verbindung mit selbstgeschotterten Gleisen habe ich schon oft erlebt, dass Körner aufgenommen wurden und die Lokomotiven außer Gefecht setzten. Dies entsprach nicht meinem Zuverlässigkeitswahn. Ich hatte noch alte Atlas Weichen. Diese in Verbindung mit aktuellen Roco Weichen, sowie Kreuzungen und gekreuzte Gleisverbindungen von Shinohara ergeben für mich das Optimum an Zuverlässigkeit und Optik. Somit bleibt als Rat an alle, die eine Anlage bauen wollen: GEIZT NICHT AN SCHIENEN!!!
Zur Abschreckung vorher / nachher Bilder:
Hier noch ein paar Detail Aufnahmen:
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